Versagen der Demokraten ermöglicht Trumps Sieg

trump__clintonDonald Trump verdankt seinen Wahlsieg der Mobilisierung von frustrierten, sich von der Politik nicht angemessen vertreten fühlenden Wählern. Besonders viele ältere, weiße Männer in den altindustriellen Staaten des „rust belt“ wählten Trump. Der vielzitierte „kleine Mann“, die einfachen, normalen Menschen, haben sich von den Demokraten abgewandt und einen republikanischen Milliardär zum Präsidenten gewählt. Sie sind der Auffassung, dass dieser ihre Interessen besser vertritt als die Kandidatin der Demokraten. Dies war möglich, weil die Demokraten seit vielen Jahren diese Wählerschicht, ihre ehemaligen Stammwähler, vernachlässigt haben. Sie kümmerten sich lieber um die Interessen der Wall Street und bestenfalls noch um Minderheiten. Die Inkarnation dieser Politik war die Kandidatin der Demokraten, Hillary Clinton. Parteiintern setzte sie sich gegen jenen Kandidaten durch, der die Demokraten wieder zurückführen wollte zu ihren Wählern, Bernie Sanders. Dabei trat Sanders auch gegen die Parteiführung an, die Clinton in nicht regulärer Weise in den Vorwahlen unterstützte. Die Parteivorsitzende der Demokraten musste unmittelbar vor dem Nominierungsparteitag wegen dieser Unterstützung Clintons zurücktreten. Auch wenn Sanders zur Wahl Clintons aufrief und diese viele Positionen von Sanders übernahm, haben zu viele an den Worten der Kandidatin gezweifelt: Zu oft hatte sie und die Führungsspitze der Demokraten anders gehandelt.

Bild von Donald Trump August 19, 2015 (cropped).jpg: BU Rob13 Hillary Clinton by Gage Skidmore 2.jpg: Gage [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) oder CC BY-SA 4.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], via Wikimedia Commons

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