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Grüne beim Mieterverein: Steigende Mieten in Kassel sind ein gutes Zeichen

plakat_hoppe_B1Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Mieterbundes Nordhessen stand im Zeichen der Kommunalwahl am 6. März 2016. So hatte der Mieterbund Vertreter der im Stadtparlament als Fraktion vertretenen Parteien zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Der Vorsitzende Dr. Willi Hilfer führte in die wohnungspolitische Situation in Kassel ein und beklagte insbesondere den kräftigen Anstieg der Mieten in Kassel. Für die Mieterfreunde durchaus überraschend erwiderte der Vorsitzende der Grünen-Fraktion, Dieter Beig, dass die steigenden Mieten in Kassel doch ein gutes Zeichen seien, weil sie dokumentieren, dass Kassel auf dem richtigen Weg sei. Diese gute Entwicklung der Stadt werde auch durch den Bau sogenannter Stadtvillen bestätigt. Durch dieses Angebot durchweg hochpreisiger Eigentumswohnungen werden Gutverdiener angelockt, auf die die Stadt als Steuerzahler angewiesen sei. Dem sozialen Wohnungsbau konnte Beig wenig abgewinnen, weil er zu teuer sei. Zurückhaltend in dieser Frage äußerte sich auch Dr. Günther Schnell, der Vertreter der SPD. Der Frage des Moderators der Diskussionsrunde, Peter Ochs, ob Kassel dem Beispiel Hamburgs folgen und bei der Ausweisung von Neubaugebieten eine Quote von 30% für die Schaffung von Sozialwohnungen einführen sollte, wich er aus. Ähnlich ausweichend äußerten sich die Vertreter der rotgrünen Mehrheit zur Forderung des Baus von Sozialwohnung durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG. Für den sozialen Wohnungsbau stark machten sich demgegenüber die Vertreterin der CDU, Staatsministerin Kühne-Hörmann, der Vertreter der Linken, Simon Aulepp und der Autor dieser Zeilen als Vertreter der FREIEN WÄHLER. Den Kräften des Marktes vertraute erwartungsgemäß Andreas Ernst als Vertreter der FDP.