Archiv für den Monat: September 2015

KVG-Liniennetzreform soll 1 Mio € Betriebskosten einsparen – Podiumsdiskussion des Vereins Kassel-West e. V.

11163556_1060859350610448_1518761089_oDie derzeit diskutierte Reform des KVG-Liniennetzes soll 1 Millionen Euro an Betriebskosten einsparen. Dies wurde auf einer vom Verein Kassel-West e. V. auf Wunsch des Ortsbeirates Vorderer-Westen durchgeführten Podiumsdiskussion deutlich. Erreicht werden die Einsparungen durch die Streichung von Buslinien und eine Ausdünnung des Angebotes in allen Stadtteilen. So wird etwa durch die Streichung der Linie 27 die Verbindung zwischen den Stadtteilen  Rothenditmold und Vorderer-Westen aufgehoben mit der Folge, dass auch die Haltestelle an der Jugendherberge wegfällt. Der Nordwesten des Stadtteiles  Harleshausen wird durch den ÖPNV künftig nicht mehr erschlossen, so dass weder ein Altenheim noch das Schwimmbad durch einen Bus erreichbar sein werden. Auch der Bergpark wird am Abend sowie am Samstag- und Sonntagmorgen nicht mehr durch die KVG angefahren. In jedem Stadtteil kommt es zum Teil zu erheblichen Einschränkungen des Angebots. Die Einzelheiten hat die KVG in Stadtteilkarten zusammengefasst.

Diese Reform widerspricht nicht nur dem erst vor wenigen Wochen beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan. Sie konterkariert die dort festgelegten Ziele.  Der Plan fordert eine Verbesserung des Angebotes des ÖPNV, um auf diese Weise den Anteil des motorisierten Individualverkehrs zu verringern und den Anteil des umweltfreundlichen ÖPNV zu steigern. So wird in diesem Plan etwa der Neubau von Straßenbahnlinien von der Innenstadt über Rothenditmold nach Harleshausen sowie nach Waldau gefordert.  Davon findet sich im neuen KVG-Liniennetz nichts. Im Gegenteil: Durch die massiven Einschränkungen werden bisherige Nutzer aufgefordert, auf das Auto umzusteigen.

In der Diskussion wurde außerdem deutlich, wie eine Verbesserung des ÖPNV finanziert werden kann: 13 Millionen Euro jährlich kostet der Unterhalt des Regionalflughafens Kassel-Calden.

 

Königsstraße zum Boulevard aufwerten – Bürgerbegehren unterstützen

0071000 Straßenbahnen und RegioTrams durchqueren täglich, zum Teil in Doppeltraktion, die „Fußgängerzone Königsstraße“. Mit diesem Verkehr ist ein Einkaufs- und City-Boulevard nicht vereinbar. Wer die qualitative Verbesserung der Innenstadt will, muss zunächst diesen Verkehr aus der Königsstraße herausnehmen. So wird die Aufenthaltsqualität in der Königsstraße und auf dem Königsplatz erheblich verbessert. Auch für Familien mit Kindern wird so ein unbeschwerter Innenstadtaufenthalt erst möglich. Für die Umsetzung sind keine baulichen Veränderungen notwendig. Die Streckenführung kann über die Haltestellen Stadtmuseum, Scheidemannplatz, Lutherplatz und Am Stern erfolgen. Damit bleibt die Innenstadt auch weiterhin durch die Straßenbahn gut erreichbar.  Mehr Information gibt es hier. Die Unterschriftenliste zum Download finden Sie hier: Unterschriftenliste

Bild: Privat