Archiv für den Monat: Oktober 2014

Kasseler Oberbürgermeister Hilgen (SPD) flüchtet vor Fragen zu Kassel-Calden

P1060872Normalerweise stehen Politiker sehr gern vor Kameras und geben Interviews. Dies gilt insbesondere dann, wenn sie wieder einmal ein von ihren steuerzahlenden Untertanen finanziertes Projekt wie eine Straße, eine Schule, einen Sportplatz oder auch einen Flughafen einweihen dürfen. Nicht so in Kassel. Jedenfalls dann, wenn es um die Inkarnation nordhessischer Wirtschaftsförderungspolitik geht, den Regionalflughafen Kassel-Calden. Dieser ist so erfolglos, dass sich nordhessischer Politiker dazu nicht mehr äußern wollen. Allen voran der glühendste Verfechter des Baus dieses Millionengrabes, der Kasseler Oberbürgermeister Bertram Hilgen (SPD). Er flüchtet im Laufschritt vor den Fragen einer Journalistin des Hessischen Rundfunks zum Flughafen. Offenbar ist auch ihm dieser Leuchtturm nordhessischer Politik mittlerweile peinlich geworden.

Den Beitrag des HR gibt es hier zu sehen. Der Interviewversuch sowie die erstaunlichen läuferischen Fähigkeiten des Oberbürgermeisters sind ab 3:43 zu besichtigen.

Foto: privat

Millionengrab Kassel-Calden kostet die Stadt Kassel weitere 350.000,- € jährlich

Die Stadt Kassel wird für weitere Kosten in Höhe von 350.000,- € jährlich für den Flughafen Kassel-Calden aufkommen. Dies  beschlossen die Fraktionen von SPD, Grüne, CDU und FDP in der Sitzung des Finanzausschusses des Kasseler Stadtparlamentes. Hierbei geht es um die Kosten für Luftsicherheit, Luftraumüberwachung und Feuerwehr, die bisher vom Land Hessen allein getragen wurden. Ein Antrag der Kasseler Linken, es angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt bei diesem Rechtszustand zu belassen, wurde von diesen Fraktionen abgelehnt. Finanziert wird dieser Betrag über die Schließung der Stadtteilbibliotheken und des Jugendcafés sowie über eine drastische Erhöhung der Parkgebühren. Unabhängig von dieser zusätzlichen Belastung trägt die Stadt Kassel auch weiterhin ihren Anteil am Verlust des Flughafens in Höhe von 1.000.000,- € jährlich sowie Abschreibungskosten in Höhe von 470.000,- € jährlich.